Der Einfluss des Gehaltes an Legierungsbestandteile auf die Stahleigenschaften
Kohlenstoff (C)
Stahlbestandteil, der über mechanische Eigenschaften entscheidet. Samt der Steigerung des Kohlenstoffgehaltes nimmt die Zugfestigkeit, Grenze der plastischen Verformbarkeit und der Härte zu, nimmt Schlagfestigkeit, Verlängerung und Verengung ab. Größerer Kohlenstoffgehalt verschlechtert Schweißbarkeit, verbessert jedoch Härtbarkeit. Bei Werkzeugstählen, insbesondere bei Schnellarbeitsstählen muss der Kohlenstoffgehalt über 1 % betragen, weil erst dann andere Legierungselemente (Vanadium; Wolfram; Kobalt) richtig verwendet werden. Bei rostbeständigen und säurebeständigen Stählen verursacht Kohlenstoffvorkommen von über 0,03 % die Empfindlichkeit von diesen Stählen auf Korngrenzenkorrosion.
Thermochemische Behandlung
HOMOGENGLÜHEN (Homogenisieren)
besteht in langwieriger Durchwärmung in der Temperatur von 1000 – 1200 C, um die chemische Beschaffenheit zu vergleichen und Mikroseigerung sowie Schichtstruktur zu beseitigen oder zu vermindern. Dem Homogenglühen werden Blöcke vor Umformen und Gussstücke unterzogen.
NORMALGLÜHEN (Normung)
besteht in Stahlerwärmung bis 30-50 °C über Ac3 oder Accm, in Durchwärmen in dieser Temperatur während eines ausreichenden Zeitraums und in langsamem, ruhigem Kühlen in der Luft. Ziel der Maßnahme ist Erreichen der einheitlichen, feinkörnigen Struktur, die infolge der Stahlumkristallisierung entsteht.